Hi Leute,
hallo 80ie. Ich habe als ehrenamtlicher Bewährungshelfer einen Haufen Erfahrung mit der Institution (= Einrichtung) Jugendämter. Manchmal brauchte ich mal was von denen. JEDESmal kam ich ungelegen. Nicht weil sie Termine hatten, sondern Kaffeepause. Die Bereitschaft zur Kooperation war noch viel geringer ausgeprägt als etwa bei der Pozilei, von der ich hierzulande nur Gutes berichten kann. So nach dem Motto "Lüpf' bloß nicht das Deckelchen von meinem Kochtopf". Irgendwann habe ich dann meine Bereitschaft zur Kooperation mit den Jugendämtern verloren. Das waren Erlebnisse vergleichbar mit Asterix im "verrückten Haus". Der Unterschied lag wohl darin, dass die im Amt die Leute vorgeladen haben, ich aber teils unangemeldet zu denen in die Bude gegangen bin, zu jeder Verhandlung ins Gericht gekommen bin und daher eine recht un-amtliche Vertrauensbasis zu den Leuten hatte. Amtsregel Nr. 1: Wollen Sie bloß nichts von mir, was nicht auf meiner Agenda steht!
Dabei ging es stets um Jugend-Strafsachen, wo eine Kooperation mehr als sinnvoll gewesen wäre, und wenn sie nur aus einem Info-Austausch bestanden hätte. Nichtmal dazu waren die bereit. Sysiphus lässt grüßen. Das amtliche Töpfchen dampft auf 40 Grad vor sich hin, während ich stets brodelte und etwas garen wollte.
Liebe Grüße
Das mögen deine Erfahrungen in der Alpenrepublik sein, in Deutschland sind die Jugenämter schon sehr kooperativ. U. a. weil wir hier das SGB VIII- KJHG haben.